Der schlimmste und beste Tag zugleich

Es ist der beste Tag weil einfach mein größter Traum in Erfüllung gegangen ist und ich endlich das machen kann was ich seit Jahres machen möchte. Schon als kleines Kind wollte ich immer ins Ausland aber konnte mir nie vorstellen wie das ist einfach weg zu sein. Meine Vermutung ist, dass meine „Fernsucht“ aus den vielen Flügen von früher entstanden ist. Meine Großeltern hatten früher ein Haus auf Gran Canaria und ich bin jede Ferien egal wie kurz sie waren dorthin geflogen. Wer mal in der Schule war und sich noch daran erinnern kann, der weiß wie häufig man Ferien hatte und kann sich dementsprechend vorstellen wie häufig ich geflogen bin. Als ich das erste Mal hörte da jemand für ein Jahr in die USA gegangen ist wollte ich das unbedingt auch. Naja… aus den USA ist dann Australien geworden und später dann Ghana. Ne ordentliche Wendung würde ich sagen ;-).

Kommen wir mal zu dem Punkt wo ich über den schlimmsten Tag in meinem Leben erzähle.

Fangen wir mal damit an, dass ich in der Nacht vom 01.09 auf den 02.09 kein Auge zubekommen habe, Grund dafür ist mein neuer Nachbar der der Meinung war Nachts um 1 ne Party auf einem MONTAG zu feiern. Mal im Ernst wer feiert denn ne Party auf einem MONTAG ?? Es gibt Menschen die müssen am nächsten Tag arbeiten und haben was vor. Naja was sollst. Ich bin also Nachts um 1 Uhr runter gegangen und hab denen gesagt „Es ist ein Uhr Nachts, Musik aus ich hab nur noch 3 Stunden Schlaf“. Wäre bestimmt netter gegangen aber ich meine es war eins und ich war genervt und wer mich richtig kennt das ich eigentlich bissen anders reagieren würde und das meine Reaktion schon sehr freundlich war um diese Uhrzeit.

Ich lag also mit meiner Freundin wieder im Bett und bekam kein Auge zu. Der Wecker klingelt und ich wecke meine Freundin mit einem liebevollen Kuss (sie schläft wie ein Stein und den Wecker hört sich nicht mal ansatzweise). Wir gingen duschen und machten uns fertig. Total übermüdet setzen wir uns an den Tisch und trinken erstmal einen Tee und rauchen erstmal eine. (Wir rauchen am Fenster der Küche und lüften durch). Als ich mir meine rosa Müslischale rausholte und wie immer mein Müsli ass, fragte meine Freundin wie ich um diese Uhrzeit denn was essen könne. WIr fangen beide an zu lachen und die Frage war beantwortet (Ich kann immer essen, wer eigentlich nicht ? Rätselhaft solche Menschen die es nicht können..:-).

Am Tag zuvor bestellte ich ein Taxi um damit zum Hamburger Airport zu fahren. Es kam pünktlich, war aber kleiner als gedacht. Kein Problem sagte der Taxifahrer und katapultierte meine eine Tasche auf den Rücksitz und sagte nur ganz trocken „du bist ja eh allein“ als ich anmerkte, dass ich keinesfalls alleine war, wurde er stutzig und packte den Wagen nochmal um, so das alle platz finden konnten.

Die Fahrt war kurz und sehr leise. Meine Freundin und ich hielten unsere Hände als wenn wir uns nie wieder sehen würden, bis dahin alles gut. Am Flughafen angekommen haben wir meinen Besten Freund gefunden (voll cute das er mich weggebracht hat) und brachten nach einer Zigarette meine beiden Taschen weg. Wir vertrieben uns die Zeit und redeten über ganz banale Sachen, keinesfalls über den Fakt das ich in nichtmal einer Stunde für ein Jahr weg bin.

So langsam ging die Zeit um und ich musste zur Sicherheitskontrolle, es kämm zum Abschied. Ich Umamte alle und sagte ihnen dass sie mir fehlen werden und ich auf jedenfall berichten werde. Und das war schwer. Es war so schwer, dass ich den Abschied recht kurz hielt. Hab ich das gemacht damit es mir leichter fiel ? Bestimmt, ein wenig Selbstschutz ist doch normal. Meine Mama viel zu schluchzen an, meine Freundin im Chor dazu nur ein bester Freund blieb stark – zumindest zu dem Zeitpunkt wo ich mein Ticket scannte und mich zu den anderen flugwilligen Gästen hinstellte. MIr viel es echt schwer, verständlich. Ich meine ich lasse mein Leben für ein Jahr zurück, ich lasse meine Familie und Freunde zurück, ich hab meine Freundin die ich über alles liebe zurückgelassen. Das es schwer war ist selbstredend.

Ich muss aber echt dazu sagen, sobald ich durch die Sicherheitskontrolle durch gegangen war wurde es leichter und die Träne ging weg. Sie gingen weg, weil ich wusste das ich wiederkommen würde. Ich machte mir meine Musik an und fünf an mich zu entspannen, zwangsläufig mit null Stunden schlaf. Ich hatte garnicht die Energie über das was mir bevor steht nachzudenken.

Die hatte ich auch in den letzten Monaten nicht wirklich, Anlass dafür war mein arbeiten bei Replay. Ich arbeite dort häufig um die 40 Stunden und engagierte mich ehrenamtlich noch als Sanitäter, traf Freunden und natürlich verbrachte ich nahezu jede Minute davon mit meiner wirklich großartigen Freundin. Sie fehlt mir.. Jeder fehlt mir.. Wenn man an diesem Punkt ankommt heißt es, abbrechen oder weitermachen und da ich es hasse aufzugeben, blieb mir nichts anderes übrig als weiterzugehen und das Flugzeug zu betreten. Baby wenn du dich doch dazu bequemen kannst das hier zu lesen, ich liebe dich❤️ und du bist die beste Freundin der Welt ❤️.

so, genug mit dem rumgeschnülze. Ihr könnt euch garnicht vorstellen wie aufgeregt und wie sehr ich mich freue auf die mir bevorstehende Zeit. In einer guten Stunde lange ich in Istanbul und hoffentlich treffe ich paar Leute vom Vorbereitungsseminar. Der Plan von unserer Kordnatorin war es nämlich, dass wir uns alle in Istanbul treffen und dann alle den gleichen Flieger nach Accra nehemn, so wurde es auch gebucht. Ich bin gespannt was mich erwartet und schaue mit Vorfreude in die Zukunft

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